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Ein sonniger Nachmittag im Biergarten eines Kölner Brauhauses: Ein Tourist aus Bayern studiert die Speisekarte und seine Augen bleiben am „Halven Hahn“ hängen. „Prima“, denkt er sich, „ein halbes Hähnchen passt jetzt perfekt!“ Als der Kellner wenig später ein Roggenbrötchen mit einer dicken Scheibe Gouda serviert, ist die Verwirrung groß. Diese amüsante Verwechslung ist zwar nicht alltäglich, aber wenn sie passiert, sorgt sie bei den Einheimischen stets für ein verschmitztes Schmunzeln und einen finster dreinschauenden Köbes. Denn hinter dem irreführenden Namen verbirgt sich eines der traditionellsten Gerichte der Kölner Brauhauskultur – und mit einem Hähnchen hat es rein gar nichts zu tun.
Der „Halve Hahn“ ist eben eines dieser typisch kölschen Gerichte, bei denen der Name in die Irre führt. Statt gebratenem Geflügel bekommt man ein rustikales Röggelchen (Roggenbrötchen) serviert, das mit einer ordentlichen Scheibe mittelaltem Gouda belegt ist. Dazu gesellen sich säuerlich-würzige Zwiebelringe und – je nach Lokal – auch ein Klecks scharfer Senf. Ein Happen, der perfekt zum kühlen Kölsch passt!
Interessanterweise ist dieses traditionelle Gericht nicht überall in Köln bekannt. Während man in modernen Bars oder Restaurants manchmal nur fragende Blicke erntet, gehört der „Halve Hahn“ in den traditionellen Brauhäusern der Stadt zum Standardrepertoire. Hier ist er die perfekte kleine Mahlzeit, für zwischendurch – wenn der große Hunger bisher nicht eingetroffen ist, aber das Kölsch eine handfeste Grundlage benötigt.
Übrigens: Der Name „Halve Hahn“ hat nichts mit einem halbierten Hähnchen zu tun. Eine der vielen Theorien besagt, dass „Hahn“ sich vom niederrheinischen Wort für „Happen“ ableitet. Andere vermuten einen Zusammenhang mit dem „Hanebüchenen“, also etwas Derbem, Kräftigem.
Egal ob als Snack zum Feierabend-Kölsch oder als herzhafte Stärkung während einer Brauhaustour – der „Halve Hahn“ ist und bleibt eine köstliche Portion Lokalkolorit, die man sich nicht entgehen lassen sollte. Und wer weiß – vielleicht werden Sie ja Zeuge, wenn der nächste Tourist verwundert auf sein „Hähnchen“ wartet!
Tipp: Am besten schmeckt der „Halve Hahn“ natürlich in einem der urigen Brauhäuser der Stadt, in der das Röggelchen noch knackig und der Käse großzügig portioniert ist. Dazu ein frisch gezapftes Kölsch – mehr braucht es nicht für einen echten Moment kölscher Lebensart!